Insolvenz­daten

Aktuelle Zahlen

Hier finden Sie Auswertungen der Insolvenzdaten laut Veröffentlichung in der Insolvenzdatei des Bundesministeriums für Justiz.

Aktuelle Insolvenzdaten

Privatinsolvenzen im ersten Quartal 2024 um 7,3 Prozent gestiegen

Im 1. Quartal 2024 wurden in Österreich 2.338 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 160 Verfahren mehr als im Vergleichszeitraum 2023 und entspricht einer Steigerung von 7,3 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 5,8 Prozent bzw. 138 Anträge auf 2.530 Anträge gestiegen.

Betrachtet man die durchschnittliche Anzahl der Eröffnungen der letzten zehn Jahre jeweils für das 1. Quartal, so zeigt sich, dass die Privatkonkurseröffnungen aktuell diesen Wert wieder deutlich übersteigen. In den letzten zehn Jahren gab es im 1. Quartal jeweils durchschnittlich 2.145 Privatkonkurseröffnungen.

Obwohl die Inflation im Jahresverlauf 2023 gesunken ist, ist weiterhin davon auszugehen, dass die gestiegenen Verbraucherpreise und die damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen das Insolvenzgeschehen auch in Zukunft weiter antreiben werden.

Privatinsolvenzeröffnungen nach Bundesländern

Der österreichweite Anstieg bei den Privatinsolvenz-Eröffnungen ist in allen Bundesländern zu beobachten – mit einer Ausnahme, dem Burgenland. Das Burgenland verzeichnet mit einem Minus von 27,7 Prozent einen deutlichen Rückgang bei den Privatinsolvenz-Eröffnungen gegenüber dem   1. Quartal 2023.

Die übrigen acht Bundesländer verzeichnen Zuwächse, wobei diese unterschiedlich hoch ausfallen:

In der Steiermark gibt es mit einem Plus von 16,5 Prozent die höchste Steigerung im 1. Quartal 2024. Ebenfalls überdurchschnittliche Steigerungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es in Vorarlberg mit 10,3 Prozent und in Salzburg mit 9,6 Prozent. Oberösterreich (+7,9 Prozent), Tirol (+7,7 Prozent) und Niederösterreich (+7,4 Prozent) verzeichnen Steigerungen in etwa im österreichischen Durchschnitt.

Wien hat bei den Privatkonkurs-Eröffnungen eine leicht unterdurchschnittliche Steigerung von 6,8 Prozent, Kärnten mit einem Plus von 2,4 Prozent die vergleichsweise geringste Steigerung gegenüber dem 1. Quartal 2024.

Privatinsolvenzen im Jahr 2023 um 8,3 Prozent gestiegen

Im Jahr 2023 wurden in Österreich insgesamt 8.857 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 681 Verfahren mehr als im Jahr 2022 und entspricht einer Steigerung von 8,3 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 770 Anträge bzw. 8,6 Prozent auf 9.722 Anträge gestiegen.

Privatinsolvenzen nach Bundesländern

Mit Ausnahme der Steiermark ist die Zahl der Privatinsolvenzeröffnungen im Vergleich zu 2022 in allen Bundesländern gestiegen, beim jeweiligen Ausmaß gibt es regionale Unterschiede.

Den mit Abstand höchsten Anstieg bei den Privatinsolvenzeröffnungen gibt es in Vorarlberg mit einem Plus von 34,0 Prozent. Ebenso das Burgenland (+16,7 Prozent), Kärnten (+14,6 Prozent), Oberösterreich (+10,5 Prozent), Salzburg (+10,1 Prozent) und Wien (+10,1 Prozent) weisen deutliche, überdurchschnittliche Steigerungen gegenüber dem Jahr 2022 auf.

Eine im Vergleich zum österreichweiten Wert leicht unterdurchschnittliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr kann in Tirol mit einem Plus von 6,1 Prozent verzeichnet werden. Niederösterreich stagniert bei den Privatinsolvenzeröffnungen auf dem Vorjahresniveau mit einer minimalen Steigerung von 0,2 Prozent. Einzig in der Steiermark gibt es einen geringfügigen Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr.
Auch wenn die Vor-Pandemie-Werte noch nicht erreicht sind, setzt sich der seit Ende 2021 beobachtbare Trend steigender Zahlen bei den Privatinsolvenzeröffnungen auch im Jahr 2023 fort.

Die im Jahr 2023 anhaltend hohe Inflationsrate, die damit verbundenen kontinuierlichen Preissteigerungen und wirtschaftlichen Herausforderungen für Privatpersonen treiben das Insolvenzgeschehen weiter an.

Privatinsolvenzen in den ersten drei Quartalen 2023 um 7,3 Prozent gestiegen

In den ersten drei Quartalen 2023 wurden in Österreich 6.659 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 451 Verfahren mehr als im Vergleichszeitraum 2022 und entspricht einer Steigerung von 7,3 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 7,9 Prozent bzw. 532 Anträge auf 7.304 Anträge gestiegen.
Betrachtet man die durchschnittliche Anzahl der Eröffnungen der letzten zehn Jahre jeweils für die ersten neun Monate, so zeigt sich, dass die Privatkonkurseröffnungen aktuell diesen Wert wieder übersteigen. In den letzten zehn Jahren gab es in den ersten drei Quartalen jeweils durchschnittlich 6.182 Privatkonkurseröffnungen.
Es ist davon auszugehen, dass die nach wie vor hohe Inflationsrate und die damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen das Insolvenzgeschehen auch in Zukunft weiter antreiben werden.

Privatinsolvenzeröffnungen nach Bundesländern

In den einzelnen Bundesländern gibt es bei den Privatkonkurs-Eröffnungen im 1.-3. Quartal 2023 unterschiedliche Entwicklungen, den teils hohen Steigerungen stehen auch Rückgänge gegenüber.
In Vorarlberg gibt es die höchste Steigerung in den ersten drei Quartalen 2023, hier hat sich die Anzahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren mit einem Plus von 43,8 Prozent fast verdoppelt. Ebenfalls überdurchschnittliche Steigerungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres haben das Burgenland mit 28,6 Prozent, Kärnten mit 16,1 Prozent, Oberösterreich mit 14,1 Prozent sowie Salzburg mit 11,4 Prozent. Geringere Steigerungen weisen Wien und Tirol mit 6,7 Prozent bzw. 5,6 Prozent auf. In der Steiermark und in Niederösterreich gibt es Rückgänge bei den eröffneten Schuldenregulierungsverfahren gegenüber den ersten drei Quartalen 2023. Die Steiermark weist einen Rückgang von 7,5 Prozent auf, Niederösterreich hat um 1,0 Prozent weniger Privatkonkurseröffnungen als noch im Vorjahr.

Privatinsolvenzen im 1. Halbjahr 2023 um 5,4 Prozent gestiegen

Im 1. Halbjahr 2023 wurden in Österreich insgesamt 4.557 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, das sind um 234 Verfahren mehr als im 1. Halbjahr 2022 und entspricht einer Steigerung von 5,4 Prozent. Die Zahl der Insolvenzanträge ist um 289 Anträge bzw. 6,1 Prozent auf 5.001 Anträge gestiegen.

Privatinsolvenzen nach Bundesländern

Während die Zahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren auf Bundesebene leicht gestiegen ist, sind in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Den höchsten Anstieg bei den Privatinsolvenzeröffnungen gibt es in Vorarlberg mit einem Plus von 42,0 Prozent. Ebenso haben Salzburg (+23,6 Prozent), Kärnten (+23,1 Prozent), das Burgenland (+21,1 Prozent) und Oberösterreich (+16,3 Prozent) deutliche Steigerungen gegenüber dem 1. Halbjahr 2022. Tirol weist eine Steigerung von 7,9 Prozent bei den Privatinsolvenzeröffnungen auf und liegt damit leicht über dem Bundesschnitt.
In Niederösterreich und Wien gibt es mit +1,1 Prozent bzw. +0,5 Prozent kaum Veränderungen gegenüber dem 1. Halbjahr 2022.
Komplett anders gestaltet sich die jüngste Entwicklung in der Steiermark, wo im 1. Halbjahr 2023 um 15,8 Prozent weniger Schuldenregulierungsverfahren eröffnet wurden als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
In absoluten Zahlen liegt die Bundeshauptstadt Wien mit 1.481 Verfahren an erster Stelle bei den Privatinsolvenzeröffnungen, gemessen an der Bevölkerungszahl bedeutet dies einen überproportional hohen Anteil am Privatkonkursgeschehen.

Es ist davon auszugehen, dass die nach wie vor hohe Inflationsrate und die damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen auch in Zukunft das Insolvenzgeschehen weiter antreiben werden.

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